Diagnostik und Therapie

Pulsdiagnose

Die Pulsdiagnose erfolgt mittels Pulsertastung durch den Therapeuten. Dabei wird an drei Stellen der Puls jeweils an der rechten und linken Hand des Patienten gefühlt. Die Stellen entsprechen ebenfalls den inneren Organen und geben somit über deren Zustand Auskunft. Abschließend werden die aus der Zungendiagnose gewonnenen Erkenntnissen mit denen der Pulsdiagnose zu einem Diagnosebild zusammengefügt. Die Therapie kann sehr gut auf die Krankheitsursachen abgestimmt werden und gleichzeitig lässt sich der Therapieverlauf und Erfolg an der Veränderung der Zunge und des Pulses erkennen.

Zungendiagnostik

Die Zungendiagnostik ist neben der ausführlichen Anamnese sowie der Pulsdiagnose ein wichtiger Baustein in der Diagnose von Funktionsstörungen und Erkrankungen in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Es handelt sich hierbei um ein alternativmedizinisches diagnostisches Verfahren. Bei der Zungendiagnose wird die Form und Größe der Zunge, sowie ihre Farbe, Belag und Beschaffenheit beurteilt. Bestimmte Areale auf der Zungenoberfläche sind bestimmten Organen zugeordnet. Durch die sorgfältige Inspektion der Zunge lassen sich Belastungen der inneren Organe (bereits vor der Manifestation von Krankheiten) erkennen und äußere oder innere Krankheitsursachen und deren Prognose bei Erkrankungen ableiten.

Traditionelle chinesische Medizin

Als traditionelle chinesische Medizin, TCM oder chinesische Medizin wird jene Heilkunde bezeichnet, die sich in China seit mehr als 2000 Jahren entwickelt hat. Ihr ursprüngliches Verbreitungsgebiet umfasst den ostasiatischen Raum. Auf dieser Grundlage entwickelten sich spezielle Varianten in diesen Ländern. Die Akupunktur ist eine Regulationstherapie, die Kräfteungleichgewichte im Körper ausgleicht. Durch die Nadelung und/oder auch Erwärmung bestimmter Punkte auf der Körperoberfläche wird der Fluss der Lebensenergie reguliert. Es werden Blockaden der Lebensenergie reguliert. Somit kann der Organismus gezielt stimuliert werden und sich selbst wieder ins Gleichgewicht bringen.

Moxibustion

Moxibustion, auch Moxa-Therapie oder kurz Moxen, bezeichnet den Vorgang der Erwärmung von speziellen Punkten des Körpers. Die Therapie wurde in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) entwickelt, hat aber in den umliegenden Ländern, besonders in Japan, weitere Wandlungen erlebt.

Schröpfen

Schröpfen ist ein traditionelles Therapieverfahren, bei dem auf einem begrenzten Hautareal ein Unterdruck aufgebracht wird. Es wird typischerweise in der alternativen Medizin eingesetzt und zählt dort zu den ausleitenden Verfahren. Es ist in der ganzen alten Welt von alters her bekannt.

Homöopathie

Die Homöopathie, gleich, gleichartig, ähnlich sowie Leid, Schmerz, Affekt, Gefühl; wörtlich also "ähnliches Leiden" ist eine alternativmedizinische Behandlungsmethode, die auf den ab 1796 veröffentlichten Vorstellungen des deutschen Arztes Samuel Hahnemann beruht. Ihre namengebende und wichtigste Grundannahme ist das von Hahnemann formulierte Ähnlichkeitsprinzip:
"Ähnliches soll durch Ähnliches geheilt werden."
Die klassische Homöopathie eine sanfte, ganzheitliche und nachhaltige Medizin, deren Wirkung auf dem sogenannten Ähnlichkeitsprinzip beruht.

Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Die Phytotherapie / Pflanzenheilkunde ist die Lehre der Verwendung von Heilpflanzen als Arzneimittel. Die Pflanzenheilkunde gehört zu den ältesten medizinischen Therapien und ist auf allen Kontinenten und in allen Kulturen beheimatet. Die Pflanzenheilkunde enthält auch Teile der Pharmakologie, der Pharmazeutik sowie der Toxikologie. Die Pflanzenheilkunde kann folglich dem Überbegriff der pharmazeutischen Biologie zugeordnet werden. Ziel der Pflanzenheilkunde ist es, Heilpflanzen und ihre Inhaltsstoffe hinsichtlich ihrer therapeutischen Wirkung einzusetzen.

Kinesiologie

Die Kinesiologie beruht auf der Annahme, dass sich gesundheitliche Störungen als Schwäche bestimmter Muskelgruppen manifestieren. Zentrales Werkzeug der Kinesiologie zur Diagnose solcher Störungen ist der sogenannte "kinesiologische Muskeltest". In der Kinesiologie werden Begriffe und Lehren aus der Meridian - und der Elementenlehre verwendet. So wird beispielsweise der Begriff Energie in Anlehnung an das daoistische Qi im Sinne von "Lebensenergie" benutzt. Die Kinesiologie sieht sich selbst als eine Methode, die den Menschen in seiner "Ganzheitlichkeit" wahrnimmt, das heißt, dass Befunde nicht isoliert, sondern im Zusammenhang mit emotionalen und mentalen Einflüssen und Abhängigkeiten betrachtet werden. Die Kinesiologie beschäftigt sich mit dem Testen von Muskeln ohne Geräte. Sie arbeitet auf der Annahme, dass ein "Stressor", der mit der Person in Verbindung gebracht wird, eine andere Muskelreaktion auslöst als einen neutralen Zustand. Der amerikanische Chiropraktiker Dr. George Goodheart entwickelte 1964 dieses einfache Testverfahren. Er arbeitete erfolgreich mit der Körperstruktur und erforschte empirisch den Zusammenhang von Emotionen, Muskeln und dem Energiefluss in den jeweiligen Meridianen. Dr. Goodheart fand heraus, das sich sowohl seelische als auch körperliche Vorgänge beim Menschen in der Funktionsweise von Muskeln widerspiegeln. Inzwischen wenden weltweit Millionen Menschen dieses einzigartige System erfolgreich an. Es ist die Verknüpfung der chinesischen Energielehre mit dem westlichen Verständnis von Körper und Psychologie.